Arm & Reich Moment-Chat

  1. Lisa (MOMENT.at)

    Hi Julia, hallo Mathias! Willkommen in der Chatgruppe. Wollt ihr euch mal kurz vorstellen? 15:00 ✔✔

  2. Julia

    wer soll beginnen? 15:00 ✔✔

  3. Lisa (MOMENT.at)

    Wenn du so fragst, mach du mal ­čÖé 15:01 ✔✔

  4. Julia

    na dann. Also ich bin 36 Jahre alt, habe zwei Studienabschl├╝sse aber bereits seit 21 Jahren eine chronische Erkrankung. Die Krankheit eskalierte, dadurch kam ich in die Mindestsicherung f├╝r mehrere Jahre. Inzwischen in der Selbstst├Ąndigkeit. 15:02 ✔✔

  5. Mathias

    na dann mach ich mal weiter... 15:04 ✔✔

  6. Mathias

    ich bin 29 Jahre alt, habe ein Studium abgebrochen und eines abgeschlossen. ich arbeite seit ca 2 Jahren in meinem derzeitigen Job. 15:04 ✔✔

  7. Lisa (MOMENT.at)

    Magst du verraten, was f├╝r einen Job du hast? 15:06 ✔✔

  8. Mathias

    aso na klar.. ich habe Medizin fertig studiert (vorher Wirtschaftsrecht angefangen und nach einem halben Jahr abgebrochen) und bin derzeit in der Facharztausbildung f├╝r An├Ąsthesie & Intensivmedizin. 15:07 ✔✔

  9. Lisa (MOMENT.at)

    Danke! Wir haben euch gemeinsam in die Chatgruppe eingeladen, weil ihr sehr unterschiedliche Erfahrung mit Geld habt. Mathias hat einen gut bezahlten Job und kommst aus einer sehr wohlhabenden Familie. Julia muss mit wenig Geld auskommen, Reserven hat sie nicht. Wir wollen heute erfahren, wie es euch finanziell geht und vor allem, wie es eurer Meinung nach um die Ungleichheit in ├ľsterreich steht und was wir tun k├Ânnen, um die Situation zu verbessern. 15:08 ✔✔

  10. Lisa (MOMENT.at)

    Vielleicht fangen wir mal mit einer einfachen Frage an: Habt ihr heute schon etwas gekauft? Und habt ihr dabei auf den Preis geachtet? 15:09 ✔✔

  11. Mathias

    Nachdem ich von gestern auf heute Nachtdienst hatte, bin ich heute in ein Lokal fr├╝hst├╝cken gegangen. ├ťber den Preis habe ich dabei nicht nachgedacht.. 15:10 ✔✔

  12. Julia

    ja ich war gerade Haushaltsartikel einkaufen, Entkalker f├╝r Waschmaschine und Co und ja ich schaue so gut wie immer auf den Preis. 15:11 ✔✔

  13. Lisa (MOMENT.at)

    Gehst du auch manchmal im Lokal fr├╝hst├╝cken? 15:11 ✔✔

  14. Julia

    nein, ich gehe ├╝berhaupt nie essen, koche selbst 15:12 ✔✔

  15. Lisa (MOMENT.at)

    Hast du sowas wie ein Spezialgericht? ­čŹŻ 15:13 ✔✔

  16. Julia

    gibt viele, ich bin da sehr variable und kaufe am Markt ein. Probiere alles m├Âgliche von Okra bis hin zu saisonalen Gem├╝se. Vegetarisch kein Fleischverzehr auch seit 21 Jahren;) 15:13 ✔✔

  17. Mathias

    ich gehe wohl ungef├Ąhr 1 oder 2 mal pro Woche essen. Selbst kochen tue ich auch gerne, allerdings schaffe ich es selten am Markt einzukaufen. Fleisch koche ich zuhause nicht und versuche es insgesamt nicht zu oft zu essen.. 15:16 ✔✔

  18. Julia

    m├Âchtest du noch ein Rezept ­čśů? 15:16 ✔✔

  19. Mathias

    ich freue mich immer ├╝ber Inspiration! 15:16 ✔✔

  20. Julia

    War als Scherz gemeint ;) aber na wenn du m├Âchtest, bereits f├╝r Herbst. Schnelle K├╝rbissuppe. Kokosfett (bissi) Zwiebel Hokkaido K├╝rbis und Kartoffeln sehr grob schneiden, alles bisschen and├╝nsten, Wasser, Salz, Liebst├Âckel dazu, kochen. Am Ende p├╝rrieren. 15:18 ✔✔

  21. Julia

    Dazu eignet sich ein selbstgemachtes Kartoffelbrot hervorragend. 15:18 ✔✔

  22. Julia

    Kartoffeln kochen, durchpressen, Kartoffelst├Ąrke ein wenig Semmelbr├Âsel f├╝r die Bindung oder auch Mehl und Kreuzk├╝mmel in den Teig. Ab ins Rohr, perfekt. 15:19 ✔✔

  23. Mathias

    danke ­čśë 15:21 ✔✔

  24. Lisa (MOMENT.at)

    H├Ârt sich gut an! Vielleicht tauschen wir sp├Ąter noch ein paar Rezepte aus, aber zuerst zur├╝ck zum Thema: Seit ein paar Tagen ist in ├ľsterreich eine Erbschaftssteuer wieder Thema. Dich w├╝rde das vermutlich betreffen, Mathias. Was h├Ąlst du davon? 15:21 ✔✔

  25. Mathias

    Du hast recht, ich gehe auch davon aus, dass sie mich betreffen k├Ânnte. Ich verstehe in der Diskussion in Bezug auf die Erbschaftssteuer beide Positionen: die, die sagen, dass das Geld bereits besteuert wurde und diejenigen, die sagen, dass jeder Erwerb von Geld oder Verm├Âgen (eben abgesehen von Schenkung und Erbschaft derzeit) besteuert ist. 15:26 ✔✔

  26. Mathias

    Ich pers├Ânlich finde eine Erbschaftssteuer ist eine sinnvolle Option um der Entwicklung, dass Wohlstand meist noch mehr Wohlstand generiert, entgegenzuwirken. 15:26 ✔✔

  27. Mathias

    In meinem Umfeld oder meiner Familie mache ich mir damit wohl zum Teil keine Freunde denke ich...... 15:26 ✔✔

  28. Mathias

    meine positive Meinung dazu setzt nat├╝rlich voraus, dass die Regelungen etc. sinnvoll und treffend und in einem sinnvollen ausma├č sind... 15:27 ✔✔

  29. Mathias

    soll bedeuten: Erbschaften, die durch eine solche Steuer existenzbedrohend w├╝rden o.├Ą. sollten nicht besteuert werden. aber die Details sollten Experten ├╝berlassen werden denke ich 15:29 ✔✔

  30. Julia

    werden sie ja auch nicht erst ab 1 Mio Euro, das trifft niemanden der sich sein Haus aufgebaut hat oder seine Firma aufbaut;) 15:29 ✔✔

  31. Mathias

    das ist ein Vorschlag, der unl├Ąngst wieder gebracht wurde.. 15:31 ✔✔

  32. Mathias

    ich gehe davon aus, dass es auch Leute gibt, die andere Zahlen festlegen w├╝rden. (in beide Richtungen...) 15:31 ✔✔

  33. Mathias

    grunds├Ątzlich m├Âchte ich sagen: ich habe nichts geleistet oder beigetragen, um in eine wohlhabende Familie geboren zu werden und empfinde daher auch nicht einen "Anspruch" oder sowas auf irgendein Geld. Deshalb empfinde ich es auch als fair, einen Teil abzugeben, sollte ich mal etwas davon erben. 15:34 ✔✔

  34. Mathias

    Wie ist Deine Meinung dazu? 15:34 ✔✔

  35. Julia

    Ich glaube es wird h├Âchste Zeit f├╝r eine fairere Verm├Âgensverteilung in ├ľsterreich. Schlie├člich soll es allen in unserem Land gut gehen. Das Ganze hat nichts mit Neid oder Missgunst zu tun, bei mir mal sicher nicht, sondern ich m├Âchte das niemand das Gef├╝hl hat weniger Wert als sein Nachbar zu sein. Dazu kommt das ein Land nur dann funktionieren kann ohne Angst, Schrecken und Repression, wenn auch jeder vom Wohlstand des Landes profitiert. Zu viel Ungleichgewicht ist schlecht f├╝rs Klima;) 15:37 ✔✔

  36. Julia

    im Land und Global 15:37 ✔✔

  37. Mathias

    da stimme ich dir zu - wenn es allen gut geht, geht es mir auch gut 15:38 ✔✔

  38. Julia

    du hast ja auch einen Job wo es dir wichtig ist, sonst w├Ąrst du hoffentlich kein Arzt geworden;) 15:39 ✔✔

  39. Mathias

    hat das Gef├╝hl ob man mehr oder weniger Wert als sein Nachbar ist mit Geld zu tun? 15:39 ✔✔

  40. Julia

    in ├ľsterreich, glaube ja. Status ist in diesem Land sehr wichtig und meiner Meinung nach mehr Schein und Sein. Mich pers├Ânlich trifft es nicht, aber es zieht sich unter der Oberfl├Ąche durch. Das f├Ąngt ja in der Schule an, zeigt sich an Kleidung und technischen Equipment, in welcher Gegend du wohnst usw.... Ja die Kluft ist um vieles gr├Â├čer geworden. 15:41 ✔✔

  41. Julia

    inzwischen gibt es starke Unterschiede in den Bezirken, ich sehe es t├Ąglich. Ich bin genauso im 7., 2. und 1. Bezirk in Wien unterwegs aber auch im 10 und gestern erst U-Bahn Josefst├Ądterplatz. 15:43 ✔✔

  42. Julia

    mehr Schein als Sein, ├╝brigens;) 15:43 ✔✔

  43. Mathias

    hm ich habe nie empfunden mehr wert zu sein, als irgendjemand anderer.. auch wenn ich wahrscheinlich mehr Geld im Monat ausgeben kann als viele andere.. 15:44 ✔✔

  44. Julia

    das gibt es auch, aber weshalb herrscht dann immer eine Neid-Debatte wenn es um die oberen 10 000 geht und wird nach unten getreten bei Menschen denen nicht mal genug zum existieren bleibt. Es gibt Menschen die das Gef├╝hl haben dadurch besser und mehr Wert zu sein. 15:46 ✔✔

  45. Mathias

    Stimmt, zwischen Bezirken gibt es Unterschiede und verschiedene Leute haben unterschiedliche Handys bzw. Kleidung... aber ich pers├Ânlich finde Leute, die nach au├čen hin zeigen m├╝ssen oder wollen, dass sie Geld haben (oder halt ausgeben) l├Ącherlich und arm...... 15:46 ✔✔

  46. Mathias

    Beeindruckt hat mich ein dickes Auto oder teures Handy noch nie.. 15:46 ✔✔

  47. Julia

    mich auch nie und wird es auch nicht, aber es gibt eben auch viele die anders denken. Sonst w├╝rde es in ├ľsterreich anders zugehen. 15:47 ✔✔

  48. Mathias

    stimmt sicherlich, dass viele so denken. Mich widert sowas an 15:48 ✔✔

  49. Julia

    man zeigt es nicht nur auf diese Weise, kulturelle Besuche, Yoga Unterricht, gesundes Leben, Coachings, usw usw... Verm├Âgen dr├╝ckt sich nicht nur in materiellen, sondern auch in Bildung oder Lifestyle aus. 15:49 ✔✔

  50. Mathias

    klar.. Verm├Âgen er├Âffnet M├Âglichkeiten - damit meine ich Bildung und nicht Lifestyle. Ziel sollte es sein, dass alle diese M├Âglichkeiten haben und nicht nur die mit Geld... 15:50 ✔✔

  51. Julia

    und bei anderen Lifestyle, schicke Reisen, perfekt inszenierte Hochzeiten, Feste feiern a la Instagram. Ja auch das gibt es zur Gen├╝ge. Die Frage ist ob alle M├Âglichkeiten erstrebenswert sind und eine bessere Bildung er├Âffnet noch lange nicht alle Chancen. 15:51 ✔✔

  52. Mathias

    klar hatte ich einen Vorteil gegen├╝ber denen, die w├Ąhrend dem Studium vollzeit Arbeiten mussten o.├Ą, aber gearbeitet habe ich auch, unter anderem auch viel ehrenamtlichÔÇŽ 15:52 ✔✔

  53. Lisa (MOMENT.at)

    Mathias, was mich interessieren w├╝rde, wie war die finanzielle Situation von deinen Mitstudierenden, war das gut durchmischt, soweit du das mitbekommen hast? 15:52 ✔✔

  54. Mathias

    Breit gestreut.. Es ist sicher so, wie Julia vorher gesagt hat: sie kommen h├Ąufig aus Akademikerfamilien bzw. einem wohlhabenden Umfeld. Trotzdem haben die meisten gearbeitet. Nach M├Âglichkeit meist im medizinischen Bereich, um gleich auch was zu lernen dabei bzw. Kontakte zu kn├╝pfen. Viele haben als "Leg-Holder" gearbeitet und bei Operationen assistiert. Meist geringf├╝gig.. 15:54 ✔✔

  55. Mathias

    Ein Kollege zB war vorher bereits Krankenpfleger und hat w├Ąhrenddessen 20h weiter gearbeitet. Einige haben bei der Rettung bzw. dem Krankentransport 10 oder 20h pro Woche gearbeitet mit dem Vorteil von Nachtdiensten, die besser bezahlt sind. 15:54 ✔✔

  56. Mathias

    andere haben beim Roten Kreuz etc. erste Hilfe unterrichtet, viele auf der Uni als TutorInnen gearbeitet 15:56 ✔✔

  57. Mathias

    Die wenigsten meiner (engeren) Bekannten haben es vollkommen ohne Unterst├╝tzung durch die Eltern oder Andere geschafft (bzw. gemacht, ich kenne auch niemanden, der/die aus Geldgr├╝nden aufgeh├Ârt hat) 15:56 ✔✔

  58. Julia

    Es ist ein gro├čes Netzwerk an Ungerechtigkeit in ├ľsterreich es gibt nicht nur einen L├Âsungsansatz sondern man muss an vielen verschiedenen Stellen gleichzeitig ansetzen. 15:57 ✔✔

  59. Julia

    Kostenloser Studienzugang ist schon einmal was aber es setzt viel zu sp├Ąt an, denn wer in den Genuss eines Studiums kommt kommt meist aus einer Akademikerfamilie. Und unter den Arbeitern sind die Studenten oft ein faules Pack, sie sehen den Sinn hinter einem Studium nicht. Andere hingegen erwarten sich dann das der Spr├Âssling wirklich zu Verm├Âgen gelangt, aber auch das spielt sich in ├ľsterreich schon lange nicht mehr. 15:59 ✔✔

  60. Julia

    Menschen geh├Âren gef├Ârdert. Ich bin klipp und klar f├╝r ein Grundeinkommen, da ich wei├č, dass die meisten Menschen einen Sinn im Leben suchen und daf├╝r hart arbeiten werden. Denn jeder m├Âchte gebraucht werden;) 16:02 ✔✔

  61. Mathias

    Die ├ťberlegung mit dem Grundeinkommen finde ich spannend - ich bin mir nicht sicher, ob sich (realistisch) die gew├╝nschten Effekte damit erzielen lassen. 16:04 ✔✔

  62. Julia

    die Frage ist wie man Grundeinkommen definiert. Ich finde es schwachsinnig jemanden Grundeinkommen zu geben der mehr als 2000 ÔéČ im Monat verdient. Hingegen finde ich es sinnvoll jedem der keine Arbeit hat oder seine Arbeit verliert automatisch ein Grundeinkommen zukommen zu lassen ohne Repressionen. Das w├╝rde viel Druck rausnehmen. 16:06 ✔✔

  63. Mathias

    ohne jegliche Kriterien oder "Grenzen"? 16:07 ✔✔

  64. Julia

    In Finnland wurde doch das Experiment gemacht, aber mit 500ÔéČ damit kann man nicht leben und man muss schon wirklich genau schauen was die Lebenssituation ist. 16:07 ✔✔

  65. Julia

    Was willst du mit Menschen manchen die nicht arbeiten wollen, das gibt es, aber sehr selten. Willst du sie verhungern lassen? Ich glaube der Prozentsatz ist so gering, dass man das au├čer Acht lassen kann. 16:08 ✔✔

  66. Julia

    Was meinst du mit Grenzen? 16:08 ✔✔

  67. Mathias

    zeitlich.. theoretisch bis ans Lebensende? 16:09 ✔✔

  68. Julia

    ja zeitlich bis ans Lebensende, denn willst du die Menschen im Alter verhungern lassen. Die meisten haben jetzt schon eine Pension womit du kaum ├╝ber die Runden kommst. 16:10 ✔✔

  69. Julia

    ich bin nicht gegen die Abschaffung von bezahlter Arbeit aber ich bin f├╝r die Einf├╝hrung eines Grundeinkommens. 16:11 ✔✔

  70. Mathias

    hmm das wei├č ich ehrlich gesagt nicht..... 16:12 ✔✔

  71. Mathias

    Entspricht die Mindestsicherung zum Teil dem, was du meinst? bzw. was m├╝sste daran ge├Ąndert werden? 16:16 ✔✔

  72. Julia

    Ja, die Mindestsicherung k├Ânnte hinkommen ist aber an zahlreichen Kriterien gebunden. Man darf nichts dazu verdienen, darf glaube ├╝ber 4500ÔéČ kein finanzielles Polster besitzen. 16:17 ✔✔

  73. Mathias

    hmm und von der H├Âhe her? 16:18 ✔✔

  74. Julia

    finanzielle 950 all inklusiv, kein Cent mehr oder weniger. Zu wenig, wenn etwas kaputt geht oder du zum Zahnarzt musst. 16:19 ✔✔

  75. Mathias

    sollte das Ziel in Deinen Augen sein, dass ich mit dem Grundeinkommen ein ganz "normales" Leben f├╝hren kann ohne Druck, arbeiten zu m├╝ssen? 16:21 ✔✔

  76. Mathias

    mit 950 geht das nicht bzw. nicht ohne sorgen.. 16:21 ✔✔

  77. Julia

    nein mit 950 Euro geht es nicht. Bei steigenden Mieten und Lebensmittelpreisen uvm. mit Sicherheit nicht, aber es sollte damit auch nicht jeder Luxus finanziert werden k├Ânnen. Wichtig ist alle Grundbed├╝rfnisse abzudecken. Menschen mit Behinderungen sollten sowieso einen Bonus bekommen, da hier ganz andere Kosten anfallen. Ich glaube mit 1200 geht es ganz gut, das ist auch der Betrag, der dann immerhin nicht mehr unterhalb der Armutsgrenze liegt. Und die M├Âglichkeit frei dazu zu verdienen. 16:24 ✔✔

  78. Mathias

    bis 2000ÔéČ und dann bekommt man die 1200 Euro nicht mehr? das finde ich problematisch... warum bekommt man das dann nicht, wenn man mehr als 2000 verdient? 16:26 ✔✔

  79. Julia

    ben├Âtigst du es? 16:27 ✔✔

  80. Mathias

    ben├Âtigen wohl nicht, aber ein sehr gro├čer Teil meiner KollegInnen in der Arbeit (meine auch andere Berufsgruppen damit) w├╝rde dann wohl auf Teilzeit umstellen..... wenn das Gehalt das gleiche ist. was langfristig ja ein guter Ansatz ist, dass es keine 40h/Woche sein m├╝ssen... aber (zumindest in der Medizin) derzeit unm├Âglich... 16:43 ✔✔

  81. Julia

    Die Frage ist immer weshalb arbeitest du, ist es wirklich nur das Geld oder siehst du einen Sinn oder Zweck dahinter? Ich bin der Meinung, dass wir arbeiten weil wir eine Aufgabe ben├Âtigen 16:47 ✔✔

  82. Mathias

    rein finanziell m├╝sste ich wohl nicht arbeiten, h├Ątte auch nicht studieren m├╝ssenÔÇŽ ich bin wohl ein gutes Beispiel f├╝r deine Argumentation.. 16:48 ✔✔

  83. Julia

    und Arbeit ist ja viel mehr als bezahlte Arbeit. Kindererziehung, mit seinen Nachbarn reden oder sich um die k├╝mmern, Angeh├Ârige pflegen uvm... ich arbeite schon mein ganzes Leben lang ohne Bezahlung:) bin also auch ein gutes Beispiel:) 16:48 ✔✔

  84. Julia

    wenn man aber jetzt die Existenzangst nehmen w├╝rde? Was w├╝rde dann passieren? 16:53 ✔✔

  85. Mathias

    existenzangst nehmen ja gerne, ich denke nur es blieben viele Aufgaben unerledigt, wenn sich dadurch nicht ein Vorteil f├╝r einen selbst ergeben w├╝rde.. 16:56 ✔✔

  86. Julia

    die bezahlte Arbeit wird ja nicht abgeschafft. Somit ist der Vorteil gegeben man bekommt Lohn und kann sich bestimmte Dinge damit g├Ânnen. 16:56 ✔✔

  87. Julia

    Und weshalb sollte zum Beispiel ein Kanalarbeiter oder eine Kinderg├Ąrntner seinen/ihren Job nicht lieben? Die Entlohnung m├╝sste nur auch gerechter werden. 16:56 ✔✔

  88. Julia

    Weshalb sollte ein Manager der die Firma in Wahrheit herunterwirtschaftet eine Abfindung in Millionenh├Âhe bekommen, was war sei Leistung? 16:58 ✔✔

  89. Mathias

    sollte er auch nicht!? 16:59 ✔✔

  90. Julia

    ist aber so 17:00 ✔✔

  91. Mathias

    das auf jeden Fall...... Der Anreiz "unliebsame" Aufgaben zu erledigen ist halt trotzdem n├Âtig.. alles andere ist in meinen Augen illusorisch 17:00 ✔✔

  92. Julia

    ja ist das nicht Anreiz genug? 17:01 ✔✔

  93. Julia

    und ist jede Aufgabe wirklich so unliebsam wie du glaubst? Es ist n├Ąmlich auch eine sehr sinnvolle T├Ątigkeit. Vielleicht wird die Arbeit nicht mehr bis ans Lebensende ausge├╝bt aber das ist heutzutage eh nicht mehr ├╝blich. Und auch die Automatisierung kommt und das schneller als wir wahrhaben wollen. 17:02 ✔✔

  94. Mathias

    ich kann immer nur aufs Krankenhausbeispiel zur├╝ck kommen, weil ich dort nunmal arbeite: viele Leute dort "lieben" ihre Jobs nicht, aber sie geh├Âren gemacht und ohne sie kollabiert das Komplexe System und die Planung dort. 17:03 ✔✔

  95. Mathias

    Ich bin f├╝r fairere Entlohnung, auch ein Grundeinkommen ist ein interessantes Konzept. Aber ohne Vorteil f├╝r einen selbst blieben manche Dinge einfach unerledigt oder halt von mir aus nicht "planbar erledigt" und dann steht das system und nix geht mehr. 17:03 ✔✔

  96. Mathias

    wenn jeder nur das tut, was er/sie liebt bzw. Spa├č macht, ist das in vielen Bereich zwar m├Âglich - in anderen Bereichen halt wieder nicht. Und wenn alles auf "freiwilliger Basis" passierte, ist die Planbarkeit futsch.. 17:05 ✔✔

  97. Julia

    ja aber gerade darum geht es ein Grundeinkommen hat nichts mit einem Luxusleben oder vielen Gen├╝ssen zu tun. Und Repression ist der falsche Weg die Menschen an der Stange zu halten, das merken auch bestimmte Gro├čunternehmen inzwischen. Die Frage ist ob es wirklich die Arbeit ist die sie nicht m├Âgen, oder die Arbeitsverh├Ąltnisse? Oft sind es sogar Probleme mit dem Dienstgeber und seiner Auffassung wie mit Personal umzugehen ist. Dazu kommt das st├Ąndige arbeiten am Limit. 17:08 ✔✔

  98. Mathias

    dann sehen wir es ├Ąhnlich, wenn ich dich richtig verstehe ­čÖé 17:09 ✔✔

  99. Julia

    wie gesagt bezahlte Arbeit und das ist der Luxus den man sich dann g├Ânnen kann. 17:10 ✔✔

  100. Julia

    jip sehen es ├Ąhnlich. 17:11 ✔✔

  101. Julia

    Menschen machen ├╝brigens auch Dinge die sie nicht so lieben, wenn man sie normal behandelt­čśů ich h├Âre immer wieder, die Arbeit war nie das Problem, aber der Chef 17:11 ✔✔

  102. Mathias

    Ihr beiden ich muss mich langsam auf den Weg machen! 17:20 ✔✔

  103. Mathias

    Danke euch f├╝r das Gespr├Ąch, es war echt interessant! 17:20 ✔✔

  104. Julia

    passt nichts du danken, dir auch;) 17:20 ✔✔

  105. Lisa (MOMENT.at)

    Vielen Dank f├╝r eure Zeit! 17:23 ✔✔

  106. Julia

    Alles gut:) Liebe Gr├╝├če und sch├Ânen Abend euch Zwei! 17:24 ✔✔

  107. Mathias

    Gerne! byebye ✔✔